Fortbildung Mind the Gap

Können wir unseren Alltag heutzutage noch ohne Widersprüche leben und völlig konform nach den eigenen Prinzipien handeln und entscheiden? Nahezu utopisch erscheint diese Vorstellung manchmal angesichts der mittlerweile herrschenden Komplexität der Welt auf der einen Seite und unseren Handlungsoptionen sowie der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse auf der anderen Seite. In unserem Seminar „Mind the Gap“ setzen wir uns mit den persönlichen und gesellschaftlichen Widersprüchen, die sich in Mind Behaviour Gaps ausdrücken auseinander. Insbesondere für Bildner*innen des Globalen Lernens, hat die Verwobenheit mit diesen Widersprüchen eine große Relevanz. Wir sind der Meinung, dass Globales Lernen sich nicht nur in Inhalten verlieren darf, sondern die Persönlichkeitsentwicklung und Reflektion über bestehende Praxis mehr Raum einnehmen sollte. Die gemeinsame Analyse- und Reflexionsarbeit sowie Visions- und Strategieentwicklung steht daher in diesem Seminar im Vordergrund. Wir integrieren unterschiedliche Lernebenen und arbeiten dabei auf der kognitiver Ebene mit Hilfe von Inputs sowie mit Theater-Elementen, haptischen und emotionalen Methoden, um psychologische, soziologische und persönliche Fragestellungen in Bezug auf den Mind Behaviour Gap zu behandeln.

Quelle: EWNT 2017

Die Ziele des Seminars sind:

  • Persönliche Reflektion über die Bedürfnisse sowie deren Erfüllungsrealitäten im eigenen Leben auf der einen Seite und dem Klarwerden über persönliche Ressourcen auf der anderen Seite
  • Die Entwicklung einer persönlichen Haltung zum Mind Behaviour Gap und existierenden konkurrierenden Bedürfnissen und Prioritäten
  • Der gemeinsame Austausch und die Strategieentwicklung über die bestehende Praxis im Globalen Lernen in Bezug auf den Mind Behaviour Gap
  • Die Stärkung, Vernetzung und Visionsentwicklung von Trainer*innen des Globalen Lernens

Ort: Eine Welt Netzwerk Thüringen, Kochstraße 1 A, 07745 Jena

Termin: Donnerstag 06. – Freitag 07. Dezember 2018

Das ausführliche Programm gibt es als .pdf hier: download

Die Referent*innen:
Marga Zenth (27) arbeitet nach einigen Jahren ehrenamtlichen Engagements für das bpb-geförderte Bildungsnetzwerk teamGLOBAL nun als freiberufliche Trainerin. Ihre Schwerpunkte sind neben den Auswirkungen kognitiver Dissonanz auf sowohl unser Handeln und Denken als auch die Rolle, die Gewohnheiten dabei spielen, ebenfalls die Arbeit mit sexualisierter Gewalt und Belästigung in privaten, öffentlichen und betrieblichen Kontexten und Räumen. Vor Kurzem beendete sie erfolgreich ihr Masterstudium der Interdisziplinären Lateinamerikastudien mit dem Schwerpunkt Genderperspektiven an der Freien Universität Berlin.

Nilda Inkermann (31) ist Soziologin und promoviert an der Uni Kassel zu der Rolle von Globalem Lernen bezüglich sozial-ökologischer Transformationsprozesse in unserer Gesellschaft. Zwischen Abschluss des Studiums und Beginn der Promotion arbeitete Nilda für einige Zeit im Globalen Klassenzimmer in Heidelberg und bei der Menschenrechtsorganisation medico international e.V. Als freiberufliche Trainerin arbeitet sie seit 2012 zu Themen des Globalen Lernens insbesondere mit jungen Erwachsenen. Seit Oktober 2017 ist Nilda Teil der ‘Schreibwerkstatt zu Globaler Gerechtigkeit’ die sich aufbauend auf dem Konzept der imperialen Lebensweise mit der solidarischen Lebensweise und dem Weg dorthin auseinandersetzt.

Die Veranstaltung richtet sich an aktive Bildungsreferent*innen mit und ohne Praxiserfahrungen und ist als thebit-Fortbildung anerkannt.

Teilnahme: Die Anzahl ist auf max. 15 Personen begrenzt
Kosten: 10,00 Euro Teilnahmebeitrag, Essen inklusive

Anmeldung mit Angabe von Name, ggf. Institution/Verein sowie
Bemerkungen zur Verpflegung oder Unterstützungsbedarf an:  m.fronz |@| ewnt.org

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