Akteure des Globalen Lernens fordern die Stärkung politischer Bildung

"Wir ermutigen alle Organisationen des Globalen Lernens: Setzt Euch mit Eurer entwicklungspolitischer Bildungsarbeit für globale Gerechtigkeit und gegen Rassismus ein." so lautet die Aufforderung des öffentlichen Statements des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags und seiner 120 entwicklungspolitischen Mitgliedsgruppen vom September 2019.

Das komplette Statement des BER gibt es hier als .pdf.

Akteure des Globalen Lernens fordern die Stärkung politischer Bildung

Gegen antidemokratische Tendenzen in der Gesellschaft

Gegenwärtig werden zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen, von Rechtspopulisten kriminalisiert. Kinder und Jugendliche werden zur Denunziation von demokratischen Haltungen ihrer Lehrer*innen aufgefordert. Menschen, die sich gegen Hetze und Rassismus engagieren, werden bedroht und eingeschüchtert. Diese Angriffe auf die politische Bildung sind Teil der wachsenden antidemokratischen Tendenzen in der Gesellschaft. Wir wehren uns gegen den Angriff der Rechtspopulisten auf die politische Bildung.

Politische Bildung muss gestärkt werden

Als zivilgesellschaftliche Organisationen des Globalen Lernens fordern wir die 16 Landesregierungen auf, die politische Bildung insbesondere zu den Menschenrechten und zu Themen der globalen Gerechtigkeit zu stärken. Wir fordern Schulen auf, demokratieverachtende, rassistische Parolen oder menschenfeindliche Äußerungen nicht zu tolerieren. Lehrer*innen sind durch das Grundgesetz und die Landesschulgesetze dazu verpflichtet, Kinder und Jugendliche im Geiste der Menschenwürde, Demokratie, Toleranz und Gleichberechtigung zu erziehen. Wir ermutigen Lehrer*innen darin, rassistischen Äußerungen zu widersprechen.

Politische Bildner*innen haben unsere Unterstützung

Wir stehen solidarisch an der Seite derjenigen Bildner*innen, die von Rassismus betroffen sind. Wir unterstützen politische Bildner*innen, die Kindern, Schüler*innen und Erwachsenen Impulse für eine solidarische sowie zukunftsfähige Weltgesellschaft geben:

Wir ermutigen alle Organisationen des Globalen Lernens: Setzt Euch mit Eurer entwicklungspolitischer Bildungsarbeit für globale Gerechtigkeit und gegen Rassismus ein.

Die Akteur*innen des Eine Welt Netzwerk Thüringen unterstützen diese Forderungen und fordern die aktuelle und auch die zukünftige Thüringer Landesregierung auf, die politische Bildung insbesondere zu den Menschenrechten und zu Themen der globalen Gerechtigkeit zu stärken.

Schaut euch an, was die Thüringer Parteien zum Thema Globales Lernen und Entwicklungspolitik zu sagen haben. Besucht unsere Webseite zur unserer Kampagne #wahlglokal: www.wahlglokal-ewnt.org

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FairNetzt! 3. Fachtag Faire Kommune

Wir laden Sie herzlich am 1. Oktober 2019 von 10 – 16 Uhr zum dritten Fachtag „Faire Kommunen“ in das Bürgerhaus am Nikolaiplatz 1 in Nordhausen ein!

Wenn Sie sich als Stadtverwaltung fragen, welchen Mehrwert es für Sie hat, sich als Kommune für Fairen Handel einzusetzen, wenn Ihre Fair-Handels-Initiative es schwer hat, mit der Stadt(verwaltung) ins Gespräch zu kommen oder wenn Sie erst einmal in das Thema rein schnuppern wollen – dann kann ein Austausch mit Akteur*innen aus anderen Orten und in diesem Jahr sogar über Bundesländergrenzen hinweg, hilfreich sein.

Wir möchten mit Ihnen gemeinsam diskutieren, wie der Faire Handel in Ihrer Kommune gestärkt und verstetigt werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte kommunale und zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt. Auch Kommunen, für die das Thema noch neu ist, laden wir herzlich ein.

Programm:

09:30 Ankommen - Begrüßungskaffee

10:00 Begrüßung - Kennenlernen und Rückschau

11:00 Einführung - in Methode und Inhalte des „Open Space“ (Open Space ist eine Methode, bei der die Teilnehmenden mit eigenen Themen die Arbeitsgruppen gestalten)

11:30 Impulsvortrag mit Diskussion „Entwicklung gestalten – Kommunen und Zivilgesellschaft gemeinsam für den Fairen Handel“
Prof. Dr. Siegfried Balleis, Botschafter für kommunale Entwicklungspolitik des BMZ, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Erlangen.

12:15 Mittagspause - im Weltladen & Café Nordhausen

13:30 Open Space - Erfahrungsaustausch und Vernetzung zu Ihren Themen (inkl. Kaffeepause)

15:30 Gemeinsame Auswertung und Ausblick

16:00 Abschluss des Fachtags

 

Anmeldung bis zum 13. September online unter www.nhz-th.de/fairnetzt3. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf einen anregenden Erfahrungsaustausch mit Ihnen.

 

 

 

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Positionspapier gegen Rassismus und Ausgrenzung

Wir positionieren uns gegen Rassismus und Ausgrenzung! Der Weg zu einer global nachhaltigen Politik in Thüringen und weltweit führt nicht über Nationalismus, gesellschaftlich verankerten Rassismus und Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung.

Für eilige Leser*innen gibt es [hier] den Link zum Positionspapier.

Vor dem Hintergrund der im September und Oktober anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen finden wir es wichtig, sich eindeutig gegen Rassismus und Ausgrenzung zu positionieren und für eine weltoffene, solidarische und nachhaltige Gesellschaft zu werben. Verschiedene ostdeutsche entwicklungspolitische Vereine, entwicklungspolitische Landesnetzwerke haben gemeinsam mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken angesichts starker rechtspopulistischer, nationalistischer und rassistischer Entwicklungen in unserer Gesellschaft ein Positionspapier mit dem Titel "Niemanden zurücklassen! Für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft – gerade jetzt!" erarbeitet. Wir erklären darin, warum diese Phänomene uns als entwicklungspolitische Akteure herausfordern.

Rassismus, Rechtspopulismus, Nationalismus und Ausgrenzung untergraben unsere entwicklungspolitische Arbeit und Wirkungen. Deswe­gen und als Teil einer wehrhaften und handlungsfähigen Zivilgesellschaft, die eine weltoffene, solidarische, gerechte und nachhaltige Ge­sellschaft anstrebt, fordern wir:

  • Lokal-, Landes- und Bundespolitik soll Rassismus entschieden entgegentreten. Die Zivilgesellschaft, die Rassis­mus bekämpft, soll gestärkt und nicht in ihrem Engagement behindert werden.
  • Politik, Verwaltung und Fördereinrichtungen müssen die Beiträge von Migrant*innen, PoC und Geflüchteten bei der Gestaltung einer weltoffenen, solidarischen und gerechten Gesellschaft deutlich stärker würdigen und ent­ sprechende Ressourcen bereitstellen.
  • Politik muss die ländlichen Regionen für alle, die dort leben wollen oder müssen, attraktiver gestalten. Statt weiterem Abbau der Daseinsvorsorge fordern wir Investitionen in starke, resiliente und anpassungsfähige Regi­onen.
  • BMZ, Länder und private Geldgeber müssen die hier beschriebene zivilgesellschaftliche Arbeit offiziell und de­finitorisch als Teil der entwicklungspolitischen Bildungs- und Inlandsarbeit anerkennen.

Um unserer Positionierung und den Forderungen Sichtbarkeit zu verleihen, fordern wir alle ent­wicklungspolitischen Vereine und Initiativen aus Ostdeutschland und aus dem ganzen Bundesgebiet auf, sich mit einem starken entwicklungspolitischen Block an der Demonstration „Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung" am 24.08.2019 in Dresden zu beteiligen.

Den Link zum Positionspapier gibt es [hier]

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Einladung: Political Slam und Gespräch mit Thüringer Politiker*innen - Thüringen Glokal - wie entwicklungspolitisch ist Thüringen?

Thüringen Glokal - wie entwicklungspolitisch ist Thüringen?

 

 

Datum: 15.10.2019

Zeit:  18:00 - 21:00 Uhr

Ort: Stiftung Ettersberg, Andreasstraße 37a / 99084 Erfurt

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 
Je näher die Thüringer Landtagswahl am 27.10.2019 rückt, desto stärker laufen die Aktivitäten zu unserer #WahlGlokal Kampagne - Geh wählen für ein nachhaltiges Thüringen! auf Hochtouren.

Das Eine Welt Netzwerk Thüringen lädt Euch in Kooperation mit dem Highslammer e. V. herzlich zu unserem Political Slam und einem Gespräch mit Thüringer Politiker*innen, Thüringen Glokal- wie entwicklungspolitisch ist Thüringen?‘ am 15.10.2019 von 18.00 – 21.00 Uhr in die Stiftung Ettersberg (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt) ein.

Dazu haben wir an diesem Abend für Euch einen Political Slam mit Thüringer Slammer*innen des Highslammer e. V. zu unseren entwicklungspolitischen Wahlprüfsteinen organisiert. Anschließend sollt ihr die Möglichkeit bekommen mit Politiker*innen unterschiedlicher Parteien in Kontakt zu treten und ihr entwicklungspolitisches Engagement kritisch zu hinterfragen, bevor ihr am 27.10.2019 wieder zahlreich die Wahllokale aufsucht.

Wir freuen uns euch darüber informieren zu können, dass wir folgende Gäste für die Diskussion gewinnen konnten:

Frau Prof. Dr. Regina Polster (CDU)
Frau Susanne Hennig-Wellsow (DIE LINKE)
Frau Anja Siegesmund (BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN)
Frau Franziska Baum (FDP)
Herr Wolfgang Tiefensee (SPD)

Die Moderation durch den Abend übernimmt Frau Blanka Weber.

Also, wenn ihr Wissen wollt wie Thüringen einen Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung beitragen kann, dann laden wir euch herzlich ein, gemeinsam mit anderen Thüringer*innen diese Frage zu beantworten und ein starkes Zeichen für ein tolerantes, vielfältiges und nachhaltiges Thüringen zu setzen.

Wir freuen uns, wenn Ihr am 15. Oktober zahlreich erscheint, sodass es zu einer regen Beteiligung und einem interessanten Austausch kommt. Es wird auch leckere Snacks geben.

Ankommen ist 17:30 Uhr.

Mehr Information dazu findet Ihr auf unsere Webseite www.wahlglokal-ewnt.org

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Podiumsdiskussion: Gerechte Globalisierung - 20.06.2019

 

Datum : 20.06.2019

Zeit : 18:30-20:30 Uhr

Ort : Rathausdiele, Markt 1 / 07743 Jena

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

Das Eine Welt Netzwerk Thüringen und die Rosa Luxemburg Stiftung laden euch herzlich zu der Podiumsdiskussion, Gerechte Globalisierung  – Globale Abhängigkeiten Vs. Solidarische Eine Welt. Die Globalisierung in der  heutigen Form muss verändert werden - aber wie? Das ist eine der größten und fundamentalen Fragen für die Zukunft. Was also tun? Welche Antworten können entwicklungspolitische Akteur*innen geben und wie können sie diejenigen erreichen, die bisher nicht erreicht werden wollen?  Die Zivilgesellschaften sind  international wacher geworden. Daraus ergibt sich  die Verantwortung, die vielfältigen Perspektiven und Facetten der Globalisierung zu zeigen und anzusprechen.

Für den Diskussionsabend stellen sich die die Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen und das Eine Welt Netzwerk Thüringen  verschiedenen Fragen mit Diskutant*innen aus den Bereichen Kommunen, Bildung, Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit:

 Wie können faire, kontinuierliche und nachhaltige Partnerschaften vor Ort in den Kommunen gestaltet werden?

  • Welchen Beitrag leistet die Wissenschaft dabei, eine gemeinsame Vision von fairer und nachhaltiger Globalisierung zu entwickeln?
  • Wäre Global Citizenship Education dafür geeignet, ein Bild von fairer und sozial integrierender Globalisierung  zu vermitteln?
  • Wie kann die internationale Politik so ausgerichtet werden, dass sie sich in die Pflicht nimmt, Globalisierungsprozesse fair zu gestalten und die neo-kolonialen Strukturen abzubauen?

 

Referent*innen :

 

Stephanie Tiepelmann-Halm - Schrankenlos e.V

Manuel Wollschläger - Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V.

Falko Lehmeier - Stadtverwaltung Gotha

Jakob Graf - PROKLA Zeitschrift

 

Moderation :

 

Tim Strähnz – Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V.

Anne Tittor – Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

Es erwartet euch ein schöner Abend mit Gespräch, und viel Austausch.

 

Die Einladung darf weitergeleitet werden.

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