AG Globales Lernen - Positionen für die entwicklungspolitischen Leitlinien Thüringen

AG Globales Lernen am 09. März 2017 in Jena

am 09.03.2017 von 13:00 bis 16:00 führen wir die nächste AG Globales Lernen durch.

Der Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Positionen für die (neuen) entwicklungspolitischen Leitlinien in Thüringen.

In diesem Folgeworkshop möchten wir gemeinsam Positionen zum Bereich Bildung und Entwicklung erarbeiten.
 
Hiermit laden wir Dich herzlich zur Teilnahme ein.

 

Programmablauf AG Globales Lernen

13:00 Uhr - Beginn der Veranstaltung

Status Quo
Input zum aktuellen Stand des Prozesses der entwicklungspolitischen Leitlinien
Vorstellung und Diskussion zum aktuellen Arbeitsstand des Themenfeldes „Bildung“

Weiterarbeit – Positionen identifizieren
Kleingruppenarbeit zur Erarbeitung von Positionen
Kurze Präsentation der Ergebnisse
Ausblick

16:00 Uhr - Ende der Veranstaltung

 

Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann melde Dich bitte bei Maria Fronz (m.fronz@ewnt.org)

 

 

Ort der Veranstaltung

Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V.

Kochstraße 1

07745 Jena

 

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Landtagsbeschluss zur Agenda 2030

Der Thüringer Landtag hat am 9. Dezember 2016 den Antrag „Der Beitrag Thüringens zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Weltklimavertrags“ der Fraktionen DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/Die Grünen angenommen. Danach wird sich der Freistaat „regional sowie länderübergreifend und auf der Ebene der europäischen Regionen für eine breite Unterstützung der Agenda 2030 einsetzen“. Der Landtag „bildet einen parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen“, der künftig Ausgestaltung von Gesetzen und Richtlinien im Sinne der Agenda 2030 hinzuwirken soll. Zudem ersucht er die Landesregierung, „die Erarbeitung konkreter Maßnahmen und geeigneter Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Agenda 2030 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zu forcieren“.

Diese sind im Einzelnen (Auszüge aus dem Landtagsbeschluss):

  • Die Fortschreibung der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie ist auf die "Sustainable Development Goals" (SDG, "Ziele nachhaltiger Entwicklung") zu beziehen. Zu prüfen ist, ob gegebenenfalls eine Konzentration Thüringens auf die sogenannten "Big Five" (die fünf wichtigsten Politikfelder) der 17 SDG sinnvoll ist. Diese stellen für Industrieländer die größten Herausforderungen und Chancen dar, um einen Paradigmenwechsel einzuleiten (Klimawandel, Energie, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion, Meeres- und Küstenschutz, Reduzierung von Ungleichheiten).
  • Faire und nachhaltige Beschaffung und Eine-Welt-Zusammenarbeit sollen gestärkt werden, wobei hierfür das Thüringer Vergabegesetz und Zielvorgaben zu einer nachhaltigen Beschaffung des Landes fortgeschrieben werden. Der Arbeitskreis nachhaltige und faire Beschaffung in Thüringen wird neu belebt.
  • Umsetzung des Weltaktionsprogramms "Bildung für nachhaltige Entwicklung" mit einem Thüringer Aktionsplan "Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2015-2019".
  • Verfolgen einer nachhaltigen Finanzpolitik als Thüringer Nachhaltigkeitsziel.
  • Realisierung einer CO2-neutralen Landesverwaltung als motivierendes Zeichen und im Sinne der Vorbildwirkung für Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kommunen.
  • Kommunen für eine nachhaltige Entwicklung stärken und insbesondere bei der Umsetzung von Ziel 11 der SDG ("Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen") unterstützen.
  • Initiierung und Stärkung landesweiter, lokaler und kommunaler Projekt- und Aktionsnetzwerke.
  • Strukturen, Vorgaben und Förderungen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs auf Netto-Null und zum Erhalt der Biodiversität erweitern.
  • Weiterführen von Initiativen im Interesse der Energiewende sowie der Ressourcenschonung.
  • Vorbereitung und Umsetzung einer Energie- und Klimastrategie, damit Thüringen seinen Energiebedarf bis zum Jahr 2040 aus einhundert Prozent erneuerbaren Energien decken kann.
  • Konzepte und Unterstützung zur Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf die Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft.
  • Voraussetzungen für eine echte Verkehrswende schaffen, die den öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sowie die Mobilität mit dem Rad in den Mittelpunkt stellt.
  • Zur Stärkung und Initiierung lokaler bzw. kommunaler Projekt- und Aktionsnetzwerke sind einerseits die Fortschreibung der Förderrichtlinie zur nachhaltigen Entwicklung zu prüfen sowie die strukturellen Rahmenbedingungen zur Umsetzung zu sichern und weiterzuentwickeln. Zudem sind die Überprüfung und Öffnung aller Förderkulissen des Landes auf die tatsächliche Nutzbarkeit für Nachhaltigkeitsziele und Akteure erforderlich sowie die Überprüfung und der Abbau den Zielen widersprechender Fördertatbestände, Durchführungsbestimmungen und Handlungsroutinen.
  • Bezogen auf die Eine-Welt-Zusammenarbeit die Fortschreibung der entwicklungspolitischen Leitlinien Thüringens im Kontext der Agenda 2030.

 

Thüringer Landtag, Drucksache 6/3201 vom 9.12.2016:

 

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Lernen von Amazonien

Deutschlandweite Kampagne und Ausstellung.

Die Kampagne Lernen von Amazonien läuft im Jahr 2017 mit leicht verändertem Konzept weiter! Interessierte Schulen aus ganz Deutschland können sich ab sofort anmelden. Auf dem Programm stehen insgesamt 5 Workshops für Lehrerinnen und Lehrer sowie 11 Workshops für Schülerinnen und Schüler. Das neue Modul "Lernen von Amazonien" erweitert dabei die bisherigen Workshops. Zudem wird die Ausstellung „In Zeiten des Klimawandels – Lernen von Amazonien“ an den teilnehmenden Schulen gezeigt. Die Angebote sind kompatibel mit den Thüringer Lehrplänen.
 
Die Ausstellung „In Zeiten des Klimawandels: Lernen von Amazonien!“ zeigt das Leben und Wirtschaften im Einklang mit dem Regenwald, aber auch die Gefährdung des Regenwaldes und seiner BewohnerInnen. Mit unserem Konsumverhalten sind wir mitverantwortlich für den Raubbau an der Natur und an Menschenrechtsverletzungen. Dabei haben wir es in der Hand, unseren Lebens- und Konsumstil zu ändern.
 
Die Kampagne wird vom Verein zur Förderung der Solidarischen Ökonomie e.V. getragen. Anmeldungen
werden ab sofort per E-Mail, telefonisch oder über ein elektronisches Anmeldeformular entgegen
genommen.
 

 

 
 
Weitere Informationen und Kontakt:
Verein zur Förderung der Solidarischen Ökonomie e.V.
Wilhelmstraße 2
34117 Kassel
Cindy Völler
Mobil: 01525 33 97 361
 
 

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