Start des civil society exchange programmes

Der Angriff auf die Zivilgesellschaft und die demokratischen Institutionen ist leider als weltweiter Trend zu beobachten. In Zeiten, in denen zivilgesellschaftliche Akteure auf der ganzen Welt zunehmend bedroht sind, ist der Austausch innerhalb der Zivilgesellschaft für deren Überleben und Wachstum unerlässlich. Das zivilgesellschaftliche Austauschprogramm civil society exchange ist solch eine Plattform, die sechzehn Organisationen  aus ganz Europa und der Türkei zusammengebracht hat. Die Hauptorganisatoren dieses Programms, MitOst e.V. und die Istanbuler Bilgi Universität, entwickelten die Idee einer siebenmonatigen Partnerschaft zwischen Organisationen aus Europa und der Türkei. Es geht dabei um Wissens- und Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von Fähigkeiten (capacity building) zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen. Das Programm wird von der Stiftung Mercator gefördert und unterstützt acht Partnerschaften mit 17 Organisationen aus Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Polen, Tschechien und der Türkei.

Wir freuen uns Euch darüber zu informieren, dass das wir Teil einer dieser wichtigen acht Partnerschaften sind. Als Ergebnis eines fünftägigen Auftakt-Workshops vom 8. - 12. Juli in Istanbul, werden wir mit unserem türkischen Partner Toplum Gönüllüleri Vakfı (TOG) in den kommenden sieben Monaten eine Roadmap zur Verbesserung der Jugendbeteiligung in Thüringen und Istanbul erarbeiten. Während dieser Arbeitsphase werden die wir einander besuchen und gemeinsamen Raum für Cross Learning und Wissensaustausch schaffen.

Die Kick-Off-Veranstaltung in Istanbul war eine enorme Lernerfahrung für uns und gab uns die Möglichkeit, neue Methoden und Werkzeuge für unsere zukünftigen Workshops zu erlernen. Wir konnten mit einer sehr talentierten und eindrucksvollen Gruppe von zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenzuarbeiten, die an einer Vielzahl von Themen arbeiten (Migration und Integration, Umwelt, Jugendbeteiligung, Erhaltung des kulturellen Erbes, Bildung). Trotz der verschiedenen Tätigkeitsfelder haben wir festgestellt, dass die meisten zivilgesellschaftlichen Akteure bei Fragen zu Organisationsstrukturen, Vernetzung, Fundraising usw. ähnliche Herausforderungen haben. Der Workshop in Istanbul hat einen dynamischen Raum eröffnet, um zusammen zu kommen und unsere Erfahrungen zu teilen. Wir sind motiviert, voller Elan und bereit, die Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren auf globaler Ebene zu stärken. Wir halten Euch in den nächsten Monaten über die Fortschritte auf dem Laufenden.

Foto: Kerim Arslan

An attack against civil society and democratic institutions has unfortunately emerged as a worldwide trend. In times when civil society actors across the globe are increasingly being threatened to shun their efforts towards establishing global justice and equality, platforms such as civil society exchange that facilitate cross border cooperation are vital for their survival and growth. Civil society exchange program is a platform that brought together on board seventeen organisations from diverse fields across Europe and Turkey. The prime organisers of this program, MitOst e.V. and Istanbul Bilgi University, founded the idea of a seven months partnership between organisations from Europe and Turkey to facilitate knowledge, exchange and develop capacity building tools to overcome common challenges. The pilot exchange program is funded by Stiftung Mercator and will support eight partnerships comprising of seventeen organisations from Bulgaria, Czech Republic, France, Germany, Georgia, Poland and Turkey.

We are glad to inform you that Eine Welt Netzwerk Thüringen is a part of one of these key eight partnerships supported by the program. As a result of first stage of a five day Workshop (8th-12th July) held in Istanbul, we will be working with our Turkish partner Toplum Gönüllüleri Vakfı (TOG) for the upcoming seven months period to develop a roadmap for enhancing youth participation both in Thüringen and Istanbul. During the seven months period, the organisations will visit each other and create a mutual space for cross learning and knowledge sharing.

The kick-start event in Istanbul was a tremendous learning experience for us and gave us the opportunity to learn new methods and tools for our future workshops as well as interact with very talented and impressive group of civil society actors working on a diverse range of issues (migration & integration, environment, youth participation, cultural heritage conservation, education). Despite belonging to diverse fields, we witnessed that most civil society actors face similar challenges in areas such as rigid organisational structures, networking, fundraising etc. The workshop provided us a dynamic space to come together and share our best practices and experiences and accordingly improve efficacy, outreach and capacity of our organisations. We have come back motivated and reenergised and ready to do our bit to strengthen cooperation between civil society actors at the global level. Stay tuned to our page for more updates regarding this program.

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Anders wirtschaften und den Wandel gestalten

Thüringer Sommerwerkstatt zum Thema vom 30.8.2017 bis 3.9.2017 in Pfarrkesslar

Wir wollen vier Tage in Gemeinschaft in naturnaher Umgebung verbringen und uns mit der Frage beschäftigen, wie unsere komplexe Welt sozial gerechter und ökologischer gestaltet werden kann.
In Workshops werden wir uns mit solidarischer Ökonomie, dem Konzept „Buen Vivir“ (gutes Leben) und Gemeingütern jenseits von Wachstum auseinander setzen. Auf einer WandelTour durch Weimar begegnen wir „Pionieren“, die bereits den sozialen und wirtschaftlichen Wandel gestalten. Die Abende werden wir mit einer Lesung vom Aktionskünstler Nikolaus Huhn, einem Film zur „Ökonomie des Glücks“ und einem Kleidertausch verbringen.
 
Ort: die Gemeinschaft und das Seminarhaus Pfarrkeßlar liegen in wunderschöner Natur im Reinstädter Grund bei Jena.
Kosten: der Teilnehmer/innenbeitrag ist 140 Euro inkl. Unterkunft im Mehrbettzimmer und biologische Vollverpflegung.
 
Die Thüringer Sommerwerkstatt wird vom buntergrund e.V. und der Fair-Handels-Beratung Thüringen in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie und der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen organisiert. 

Anmeldung:

Da die Teilnehmer/innenzahl auf 18 Personen begrenzt ist, meldet Euch bitte bis zum 13.8.2017 verbindlich mit Eurem vollständigen Namen und Eurer Adresse per Mail oder Telefon beim buntergrund e.V. an:
Seminarhaus Pfarrkeßlar
Am Angerberg 35
99444 Blankenhain / OT Drößnitz
Tel.: 036422-139929 oder 0176 -65072013
Mail: buntergrund@posteo.de
 
Der Flyer und das detaillierte Programm können auf der Website des buntergrund e.V. herunter geladen werden:
 

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AG Globales Lernen - Positionen für die entwicklungspolitischen Leitlinien Thüringen

AG Globales Lernen am 09. März 2017 in Jena

am 09.03.2017 von 13:00 bis 16:00 führen wir die nächste AG Globales Lernen durch.

Der Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Positionen für die (neuen) entwicklungspolitischen Leitlinien in Thüringen.

In diesem Folgeworkshop möchten wir gemeinsam Positionen zum Bereich Bildung und Entwicklung erarbeiten.
 
Hiermit laden wir Dich herzlich zur Teilnahme ein.

 

Programmablauf AG Globales Lernen

13:00 Uhr - Beginn der Veranstaltung

Status Quo
Input zum aktuellen Stand des Prozesses der entwicklungspolitischen Leitlinien
Vorstellung und Diskussion zum aktuellen Arbeitsstand des Themenfeldes „Bildung“

Weiterarbeit – Positionen identifizieren
Kleingruppenarbeit zur Erarbeitung von Positionen
Kurze Präsentation der Ergebnisse
Ausblick

16:00 Uhr - Ende der Veranstaltung

 

Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann melde Dich bitte bei Maria Fronz (m.fronz@ewnt.org)

 

 

Ort der Veranstaltung

Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V.

Kochstraße 1

07745 Jena

 

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Landtagsbeschluss zur Agenda 2030

Der Thüringer Landtag hat am 9. Dezember 2016 den Antrag „Der Beitrag Thüringens zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Weltklimavertrags“ der Fraktionen DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/Die Grünen angenommen. Danach wird sich der Freistaat „regional sowie länderübergreifend und auf der Ebene der europäischen Regionen für eine breite Unterstützung der Agenda 2030 einsetzen“. Der Landtag „bildet einen parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen“, der künftig Ausgestaltung von Gesetzen und Richtlinien im Sinne der Agenda 2030 hinzuwirken soll. Zudem ersucht er die Landesregierung, „die Erarbeitung konkreter Maßnahmen und geeigneter Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Agenda 2030 im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel zu forcieren“.

Diese sind im Einzelnen (Auszüge aus dem Landtagsbeschluss):

  • Die Fortschreibung der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie ist auf die "Sustainable Development Goals" (SDG, "Ziele nachhaltiger Entwicklung") zu beziehen. Zu prüfen ist, ob gegebenenfalls eine Konzentration Thüringens auf die sogenannten "Big Five" (die fünf wichtigsten Politikfelder) der 17 SDG sinnvoll ist. Diese stellen für Industrieländer die größten Herausforderungen und Chancen dar, um einen Paradigmenwechsel einzuleiten (Klimawandel, Energie, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion, Meeres- und Küstenschutz, Reduzierung von Ungleichheiten).
  • Faire und nachhaltige Beschaffung und Eine-Welt-Zusammenarbeit sollen gestärkt werden, wobei hierfür das Thüringer Vergabegesetz und Zielvorgaben zu einer nachhaltigen Beschaffung des Landes fortgeschrieben werden. Der Arbeitskreis nachhaltige und faire Beschaffung in Thüringen wird neu belebt.
  • Umsetzung des Weltaktionsprogramms "Bildung für nachhaltige Entwicklung" mit einem Thüringer Aktionsplan "Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2015-2019".
  • Verfolgen einer nachhaltigen Finanzpolitik als Thüringer Nachhaltigkeitsziel.
  • Realisierung einer CO2-neutralen Landesverwaltung als motivierendes Zeichen und im Sinne der Vorbildwirkung für Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kommunen.
  • Kommunen für eine nachhaltige Entwicklung stärken und insbesondere bei der Umsetzung von Ziel 11 der SDG ("Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen") unterstützen.
  • Initiierung und Stärkung landesweiter, lokaler und kommunaler Projekt- und Aktionsnetzwerke.
  • Strukturen, Vorgaben und Förderungen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs auf Netto-Null und zum Erhalt der Biodiversität erweitern.
  • Weiterführen von Initiativen im Interesse der Energiewende sowie der Ressourcenschonung.
  • Vorbereitung und Umsetzung einer Energie- und Klimastrategie, damit Thüringen seinen Energiebedarf bis zum Jahr 2040 aus einhundert Prozent erneuerbaren Energien decken kann.
  • Konzepte und Unterstützung zur Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf die Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft.
  • Voraussetzungen für eine echte Verkehrswende schaffen, die den öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sowie die Mobilität mit dem Rad in den Mittelpunkt stellt.
  • Zur Stärkung und Initiierung lokaler bzw. kommunaler Projekt- und Aktionsnetzwerke sind einerseits die Fortschreibung der Förderrichtlinie zur nachhaltigen Entwicklung zu prüfen sowie die strukturellen Rahmenbedingungen zur Umsetzung zu sichern und weiterzuentwickeln. Zudem sind die Überprüfung und Öffnung aller Förderkulissen des Landes auf die tatsächliche Nutzbarkeit für Nachhaltigkeitsziele und Akteure erforderlich sowie die Überprüfung und der Abbau den Zielen widersprechender Fördertatbestände, Durchführungsbestimmungen und Handlungsroutinen.
  • Bezogen auf die Eine-Welt-Zusammenarbeit die Fortschreibung der entwicklungspolitischen Leitlinien Thüringens im Kontext der Agenda 2030.

 

Thüringer Landtag, Drucksache 6/3201 vom 9.12.2016:

 

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